Na, liebe angehende Charakterdesignerinnen und Designer? Stehst du vielleicht gerade vor der aufregenden, aber auch nervenaufreibenden Herausforderung, dich auf eine praktische Prüfung im Charakterdesign vorzubereiten?
Ich weiß genau, wie sich das anfühlt, diese Mischung aus Vorfreude und dem Wunsch, einfach alles richtig zu machen. Gerade in Deutschland, wo die Kunsthochschulen so einen hohen Anspruch haben, ist es entscheidend, nicht nur künstlerisch brilliant zu sein, sondern auch die aktuellen Trends zu kennen und zu verstehen, wie man seine Persönlichkeit in die Entwürfe einfließen lässt.
Mir ist aufgefallen, dass es nicht mehr nur um das bloße Zeichnen geht; digitale Tools und ein tiefes Verständnis für Storytelling und Zielgruppen sind heute unerlässlich.
Es geht darum, Charaktere zu erschaffen, die leben, atmen und eine Geschichte erzählen, die über den Zeichenblock hinausgeht. Aber keine Sorge, genau dafür bin ich hier, um meine Erfahrungen zu teilen und dir den Weg zu ebnen.
Lass uns das mal ganz genau unter die Lupe nehmen und deine Prüfungsangst in kreative Energie verwandeln!
Die Seele deiner Kreation: Tiefgang statt nur Äußerlichkeiten

Charaktere zum Leben erwecken: Emotion und Motivation
Mir ist über die Jahre immer wieder aufgefallen, dass der wahre Unterschied zwischen einem “ganz netten” Entwurf und einem, der die Prüfer sprachlos macht, oft in der Tiefe des Charakters liegt.
Es geht nicht nur darum, Proportionen zu beherrschen oder einen stylischen Look zu kreieren. Vielmehr musst du deinen Figuren eine Seele einhauchen, ihnen eine Geschichte geben, die man spüren kann.
Ich habe selbst erlebt, wie sich meine Arbeit transformiert hat, als ich angefangen habe, mir wirklich Gedanken über die inneren Beweggründe meiner Charaktere zu machen.
Was treibt sie an? Welche Ängste haben sie? Welche Träume verfolgen sie?
Wenn du diese Fragen beantwortest, bevor du überhaupt den Stift ansetzt, wird dein Entwurf eine ganz andere Präsenz bekommen. Stell dir vor, du bist ein Regisseur und dein Charakter ist der Hauptdarsteller – welche Rolle spielt er?
Was hat er erlebt, das ihn zu dem macht, was er ist? Diese innere Welt spiegelt sich dann automatisch in der Körpersprache, im Blick, ja sogar in der Wahl seiner Kleidung wider.
Die Kunsthochschulen legen in Deutschland enormen Wert auf diese narrative Ebene, weil sie zeigt, dass du nicht nur zeichnen, sondern auch denken und fühlen kannst.
Es ist, als würde man einen Freund treffen, dessen Geschichte man kennt, und nicht nur eine hübsche Fassade bestaunen.
Design als Spiegel der Persönlichkeit: Authentizität siegt
Oft sehe ich junge Talente, die versuchen, einen Stil zu kopieren, den sie bewundern. Und ja, das kann ein guter Anfang sein, um Techniken zu lernen. Aber gerade in einer praktischen Prüfung geht es darum, *deine* Stimme zu finden.
Als ich vor meinen eigenen Prüfungen stand, war ich anfangs total verunsichert und habe versucht, “perfekt” zu sein, nach den vermeintlichen Regeln. Aber das, was mich wirklich weitergebracht hat, war, als ich aufgehört habe, mich zu verstellen und angefangen habe, meine eigenen Erfahrungen, meine eigene Ästhetik in meine Charaktere einfließen zu lassen.
Jeder Strich, jede Farbpalette kann ein Stück von dir selbst sein. Überleg mal: Was fasziniert dich? Welche Geschichten möchtest du erzählen?
Dein eigener kultureller Hintergrund, deine persönlichen Hobbys, deine Lieblingsbücher oder -filme – all das sind unschätzbare Quellen für einzigartige Designideen.
Die Prüfer wollen sehen, dass du eine eigene Vision hast, nicht nur, dass du gut abzeichnen kannst. Wenn dein Charakter eine Eigenschaft besitzt, die dich persönlich berührt oder die du besonders gut nachvollziehen kannst, strahlt er eine Authentizität aus, die unschlagbar ist.
Das ist der Moment, wo Design nicht nur eine Aufgabe, sondern eine echte Leidenschaft wird.
Dein digitaler Werkzeugkasten: Innovation trifft Kreativität
Software-Skills: Mehr als nur Pixel schieben
In der heutigen Zeit ist es fast undenkbar, im Charakterdesign erfolgreich zu sein, ohne sich mit digitalen Werkzeugen auszukennen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich anfangs zögerte, von traditionellen Medien komplett auf digital umzusteigen.
Es fühlte sich an wie ein Verrat an der “echten” Kunst. Aber glaub mir, diese Tools eröffnen dir unendliche Möglichkeiten, deine Visionen umzusetzen und deine Arbeit zu professionalisieren.
Programme wie Photoshop, Clip Studio Paint, Procreate oder auch 3D-Software wie ZBrush oder Blender sind keine bloßen Hilfsmittel; sie sind Erweiterungen deiner kreativen Hände.
Und es geht nicht nur darum, die Grundfunktionen zu kennen. Die Prüfer erwarten, dass du ein Verständnis dafür hast, wie man die spezifischen Stärken jeder Software nutzt, um bestimmte Effekte zu erzielen oder deinen Workflow zu optimieren.
Experimentiere mit verschiedenen Brushes, lerne Ebenenmasken und Mischmodi zu beherrschen und scheue dich nicht, Tutorials zu schauen. Ich habe persönlich meine Effizienz extrem steigern können, indem ich meine Hotkeys angepasst und Smart Objects für sich wiederholende Elemente genutzt habe.
Das spart nicht nur Zeit, sondern lässt deine Entwürfe auch sauberer und professioneller wirken. Zeig, dass du mit der digitalen Welt auf Du und Du bist und keine Angst vor technischen Herausforderungen hast.
Workflow-Optimierung: Clever arbeiten, nicht nur hart
Ein oft unterschätzter Aspekt bei der Vorbereitung ist die Optimierung deines Arbeitsflusses. Gerade unter Prüfungsdruck kann ein gut strukturierter Prozess den entscheidenden Unterschied machen.
Als ich meine ersten großen Projekte angegangen bin, habe ich viel Zeit damit verbracht, hin- und herzuspringen, weil ich keinen klaren Plan hatte. Das Ergebnis war Stress und unnötige Korrekturschleifen.
Was ich gelernt habe: Starte mit Skizzen auf Papier oder in einfachen digitalen Skizzenprogrammen, um grobe Ideen festzuhalten. Wechsle dann zu detaillierteren Studien, bevor du dich an die Feinheiten machst.
Nutze Referenzbilder und Moodboards, um Inspiration und Konsistenz zu gewährleisten. Und ganz wichtig: Organisiere deine Dateien und Ebenen von Anfang an sauber.
Nichts ist ärgerlicher, als mitten im Projekt eine wichtige Ebene nicht mehr zu finden. Überlege dir auch, wie du verschiedene Programme miteinander kombinieren kannst.
Vielleicht skizzierst du in Procreate, kolorierst in Clip Studio Paint und fügst letzte Retuschen in Photoshop hinzu. Oder du nutzt 3D-Modelle als Basis für deine 2D-Renderings.
Dieser intelligente Einsatz von Tools und ein strukturierter Ansatz zeigen nicht nur technische Kompetenz, sondern auch strategisches Denken, was bei Kunsthochschulen hoch im Kurs steht.
Geschichtenerzähler durch Formen und Farben: Dein Charakter-Narrativ
Visuelles Storytelling: Jeder Pinselstrich erzählt
Charakterdesign ist, meiner Erfahrung nach, im Kern nichts anderes als visuelles Storytelling. Dein Charakter muss nicht nur gut aussehen, er muss eine Geschichte erzählen, noch bevor er ein Wort gesagt hat.
Als ich das wirklich verstanden habe, hat sich meine Herangehensweise komplett verändert. Ich habe angefangen, über jede Linie, jede Farbe, jede Textur nachzudenken, als ob sie ein Puzzleteil der Persönlichkeit meiner Figur wäre.
Ist die Kleidung abgetragen oder makellos? Hat der Charakter Narben, die von vergangenen Kämpfen zeugen? Welche Pose nimmt er ein – offen und selbstbewusst oder eher defensiv und zurückhaltend?
All diese Elemente sind nonverbale Hinweise, die dem Betrachter sofort etwas über die Figur verraten. Stell dir vor, du zeigst deinen Entwurf jemandem, der deine Geschichte nicht kennt.
Kann er trotzdem erahnen, ob der Charakter ein Held, ein Schurke, ein Einzelgänger oder ein Lebemann ist? Ich habe mir angewöhnt, meine Entwürfe immer wieder mit dieser Frage zu überprüfen.
Es ist faszinierend zu sehen, wie kleine Anpassungen in der Linienführung oder der Farbgebung die gesamte Wahrnehmung eines Charakters verändern können.
Die Prüfer lieben es, wenn sie in deinen Entwürfen eine ganze Welt entdecken können, die nur darauf wartet, erkundet zu werden.
Emotionale Resonanz: Wie dein Design Herzen berührt
Der ultimative Test für gutes Charakterdesign ist, ob es eine emotionale Resonanz beim Betrachter hervorruft. Denke an deine Lieblingscharaktere aus Filmen oder Spielen – was macht sie so unvergesslich?
Oft ist es die Art und Weise, wie sie uns fühlen lassen. Als ich meine eigenen Charaktere entworfen habe, habe ich gemerkt, dass es nicht reicht, nur eine coole Idee zu haben.
Man muss dem Charakter etwas Menschliches, Greifbares verleihen, auch wenn er fantastische Züge hat. Das kann durch einen traurigen Blick, ein schelmisches Grinsen oder eine entschlossene Haltung geschehen.
Ich versuche immer, mir vorzustellen, wie mein Charakter auf bestimmte Situationen reagieren würde, welche Gefühle er dabei empfindet. Und dann versuche ich, diese Emotionen in seinem Design einzufangen.
Manchmal ist es nur ein subtiles Detail, ein leicht geöffneter Mund, der Verwunderung ausdrückt, oder eine angespannte Schulterpartie, die innere Unruhe verrät.
Diese kleinen Nuancen sind es, die deine Charaktere lebendig und glaubwürdig machen. Die Prüfer suchen nicht nur nach technischer Brillanz, sondern auch nach der Fähigkeit, Empathie zu wecken und eine Verbindung herzustellen.
Das ist der Moment, wo du nicht nur einen Charakter designst, sondern eine Legende erschaffst, die im Gedächtnis bleibt.
Den Puls der Zeit fühlen: Trends erkennen, eigene Wege gehen
Aktuelle Strömungen verstehen: Inspiration statt Imitation
Die Welt des Charakterdesigns ist ständig in Bewegung. Was heute angesagt ist, kann morgen schon Schnee von gestern sein. Als ich mich auf meine Prüfungen vorbereitete, dachte ich, es wäre am besten, einfach die aktuellsten Stile zu kopieren.
Großer Fehler! Die Kunsthochschulen suchen nach Originalität, nicht nach Nachahmern. Aber das bedeutet nicht, dass du Trends ignorieren solltest.
Im Gegenteil, es ist super wichtig, den Puls der Zeit zu fühlen, zu wissen, was in der Branche gerade passiert. Ich habe mir angewöhnt, regelmäßig Artstation, Behance, aber auch Social Media Kanäle von Studios und einzelnen Künstlern zu durchforsten.
Was sind die dominierenden Ästhetiken? Welche Farbschemata werden gerne genutzt? Gibt es neue Techniken oder Darstellungsweisen, die sich abzeichnen?
Aber das Entscheidende ist dann, diese Inspirationen zu filtern und sie durch deine eigene kreative Linse zu betrachten. Wie kannst du Elemente eines Trends aufgreifen und so umgestalten, dass sie zu deinem persönlichen Stil passen und etwas Neues ergeben?
Das ist die hohe Kunst: informiert sein, aber nicht beeinflusst werden. Die Prüfer wollen sehen, dass du ein Gespür für aktuelle Entwicklungen hast, aber gleichzeitig mutig genug bist, eigene Wege zu gehen und deinen einzigartigen Beitrag zu leisten.
Zielgruppen und Medien verstehen: Dein Design im Kontext

Ein weiterer Aspekt, der in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist, ist das Verständnis für die Zielgruppe und das Medium, für das der Charakter entworfen wird.
Ein Charakter für ein Mobile Game hat andere Anforderungen als einer für einen Animationsfilm oder ein Comicbuch. Als ich meine ersten Aufträge angenommen habe, war ich anfangs zu sehr auf mein eigenes künstlerisches Empfinden fixiert.
Ich musste erst lernen, mich in die Perspektive der Zielgruppe zu versetzen. Wer wird diesen Charakter sehen? Welche Altersgruppe?
Welches kulturelle Umfeld? Und in welchem Kontext wird der Charakter eingesetzt? Ein kinderfreundlicher Held für eine Zeichentrickserie braucht eine andere Ästhetik und Ausdrucksweise als ein komplexer Antiheld für ein narratives Videospiel für Erwachsene.
Es geht darum, dass dein Design funktional ist und seinen Zweck erfüllt. Ein Charakter, der in einem schnellen Kampfspiel bestehen muss, sollte eine klare Silhouette haben, die auch in Bewegung gut erkennbar ist.
Ein Charakter für ein ruhiges Story-Adventure kann detailreicher und nuancierter sein. Dieses Verständnis für den Kontext und die Bedürfnisse der Zielgruppe zeigt den Prüfern, dass du über den Tellerrand des reinen Zeichnens blickst und ein kommerzielles wie auch künstlerisches Verständnis für dein Handwerk mitbringst.
| Aspekt | Wichtigkeit für die Prüfung | Konkrete Umsetzung im Design |
|---|---|---|
| Originalität | Sehr hoch – einzigartige Perspektive ist entscheidend. | Eigene Lebenserfahrungen und Interessen in Charaktere einfließen lassen. |
| Technisches Können | Hoch – saubere Ausführung und Beherrschung von Tools. | Versierte Nutzung von Software (z.B. Photoshop, Procreate), gute Anatomiekenntnisse. |
| Storytelling | Extrem hoch – Charaktere müssen eine Geschichte erzählen. | Visuelle Hinweise (Kleidung, Narben, Mimik) nutzen, die Persönlichkeit verraten. |
| Zielgruppenverständnis | Hoch – Design muss zum Medium und Publikum passen. | Charakterentwürfe an Altersgruppe und Verwendungszweck anpassen (z.B. Spiel vs. Film). |
| Prozess & Workflow | Mittel bis hoch – zeigt Struktur und Professionalität. | Saubere Ebenenorganisation, strategischer Einsatz von Referenzen und Skizzen. |
Das überzeugende Portfolio: Deine Visitenkarte zum Erfolg
Die perfekte Zusammenstellung: Weniger ist manchmal mehr
Dein Portfolio ist mehr als nur eine Sammlung deiner besten Arbeiten; es ist deine visuelle Geschichte, deine Bewerbung und dein persönlicher Game Changer.
Als ich meine eigenen Portfolios zusammenstellte, habe ich anfangs den Fehler gemacht, einfach alles hineinzupacken, was ich je gezeichnet hatte. Das war ein Desaster!
Die Prüfer oder potenziellen Arbeitgeber haben oft nur wenige Minuten, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Deshalb ist es entscheidend, eine kuratierte Auswahl zu treffen, die deine Stärken klar hervorhebt.
Ich empfehle immer, nur deine allerbesten und relevantesten Arbeiten zu zeigen. Lieber zehn atemberaubende Charakterdesigns, die wirklich deine Vision und dein Können demonstrieren, als zwanzig mittelmäßige.
Achte darauf, dass die ausgewählten Projekte Vielfalt zeigen – vielleicht Charaktere aus verschiedenen Genres oder mit unterschiedlichen Stilen, um zu demonstrieren, dass du vielseitig bist.
Jedes Stück sollte eine kleine Geschichte erzählen und zeigen, dass du dich mit dem Charakter auseinandergesetzt hast. Denk daran: Dein Portfolio spricht für dich, bevor du es tust.
Es ist deine erste und oft wichtigste Chance, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Präsentation ist alles: Dein Design ins rechte Licht rücken
Ein geniales Charakterdesign kann durch eine schlechte Präsentation komplett untergehen. Ich habe das oft bei Workshops gesehen, wie fantastische Ideen durch unaufgeräumte Layouts oder schlechte Beleuchtung in den Schatten gestellt wurden.
Dein Portfolio muss nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch überzeugen. Achte auf eine klare, übersichtliche Gestaltung, die den Fokus auf deine Kunstwerke legt.
Verwende neutrale Hintergründe, die nicht von deinen Charakteren ablenken. Wenn du digitale Arbeiten zeigst, achte auf eine hohe Auflösung und korrekte Farbwiedergabe.
Und ganz wichtig: Zeige nicht nur das fertige Design, sondern wenn möglich, auch Teile deines Prozesses! Skizzen, Studien, Moodboards oder sogar kurze Videos von deinem Workflow können den Prüfern einen wertvollen Einblick in dein Denken und deine Arbeitsweise geben.
Das zeigt, dass du nicht nur ein Endprodukt lieferst, sondern einen durchdachten kreativen Prozess durchläufst. Ich habe festgestellt, dass gerade die “Making-of”-Aspekte oft am meisten faszinieren, weil sie deine Persönlichkeit und dein Problembewusstsein als Designer offenbaren.
Eine saubere, professionelle Präsentation unterstreicht deine Kompetenz und deinen Anspruch an deine eigene Arbeit.
Clevere Prüfungsstrategien: Ruhe bewahren und brillieren
Zeitmanagement unter Druck: Dein bester Freund in der Prüfung
Ich weiß noch genau, wie mir vor meinen praktischen Prüfungen die Knie schlotterten. Die Zeit war immer der größte Gegner, und der Gedanke, dass ich nicht alles schaffen könnte, war lähmend.
Aber ich habe gelernt, dass gutes Zeitmanagement in dieser Situation Gold wert ist. Bevor du auch nur den ersten Strich machst, lies dir die Aufgabenstellung *ganz genau* durch.
Verstehe, was von dir erwartet wird. Dann plane grob, wie viel Zeit du für Skizzierung, Ausarbeitung und Finalisierung jedes Charakters oder jeder Aufgabenstellung benötigst.
Ich habe mir angewöhnt, für jede Phase einen kleinen Puffer einzuplanen, denn es kommt immer etwas Unerwartetes. Widme nicht zu viel Zeit einer einzigen Zeichnung, wenn du mehrere liefern musst.
Lieber mehrere gute Ansätze als eine perfekte, aber unfertige Arbeit. Wenn du merkst, dass du zu lange an einem Detail festhältst, zwing dich, weiterzugehen.
Es ist erstaunlich, wie viel du erreichen kannst, wenn du diszipliniert bleibst. Diese strategische Herangehensweise zeigt den Prüfern nicht nur deine künstlerischen Fähigkeiten, sondern auch, dass du unter Druck einen kühlen Kopf bewahren und strukturiert arbeiten kannst – eine unschätzbare Eigenschaft im späteren Berufsleben.
Feedback-Taktiken: Lernen aus jeder Kritik
Egal wie gut du bist, Feedback ist ein Geschenk, auch wenn es sich manchmal wie ein Schlag in die Magengrube anfühlt. Ich erinnere mich an eine Prüfung, bei der mir gesagt wurde, mein Charakter sei “zu flach”.
Zuerst war ich frustriert, aber dann habe ich genau darüber nachgedacht, was der Prüfer meinte, und konnte meine Arbeit dadurch massiv verbessern. Hol dir im Vorfeld deiner Prüfung so viel konstruktives Feedback wie möglich – von Dozenten, Mentoren oder vertrauenswürdigen Freunden, die Ahnung haben.
Aber das Wichtigste ist, wie du damit umgehst. Sei offen, höre aktiv zu und versuche, die Kritik nicht persönlich zu nehmen. Es geht darum, deine Arbeit besser zu machen, nicht darum, deine Persönlichkeit zu bewerten.
Frage nach konkreten Beispielen und Vorschlägen zur Verbesserung. Nicht jedes Feedback ist für dich relevant, aber selbst aus schlechtem Feedback kannst du lernen, welche Aspekte deiner Arbeit unklar sind oder falsch verstanden werden könnten.
Diese Fähigkeit, Kritik aufzunehmen und daraus zu lernen, zeigt Reife und Professionalität. Und glaub mir, die Prüfer schätzen es, wenn du zeigst, dass du reflektieren und deine Arbeit weiterentwickeln kannst, statt stur an deinen ersten Ideen festzuhalten.
Es ist ein Zeichen von wahrem Wachstum und künstlerischer Intelligenz.
Zum Abschluss
Liebe Kreative, es war mir eine Herzensangelegenheit, meine Erfahrungen und Einsichten zum Charakterdesign mit euch zu teilen. Denkt immer daran: Die wahre Magie liegt nicht nur in der Technik, sondern vor allem in der Seele, die ihr euren Kreationen einhaucht. Seid mutig, seid authentisch und lasst eure Leidenschaft in jedem Strich spürbar werden. Der Weg mag herausfordernd sein, aber die Belohnung, wenn ein Charakter zum Leben erwacht und Herzen berührt, ist unbezahlbar. Ich drücke euch die Daumen für eure Portfolios und Prüfungen – zeigt der Welt, was in euch steckt!
Nützliche Tipps für deinen Weg
1. Vernetze dich: Besuche Online-Foren, Workshops und lokale Kunstveranstaltungen. Der Austausch mit Gleichgesinnten und Profis kann dir Türen öffnen und wertvolles Feedback geben.
2. Bleibe neugierig: Die Kunstwelt entwickelt sich ständig weiter. Experimentiere mit neuen Techniken, Software und Stilen, um deine Fähigkeiten zu erweitern und relevant zu bleiben.
3. Übung macht den Meister: Regelmäßiges Skizzieren, auch wenn es nur kleine Übungen sind, hält deine Zeichenhand fit und schult dein Auge für Details und Proportionen.
4. Finde deine Nische: Überlege, welche Art von Geschichten oder Charakteren dich am meisten begeistert. Eine klare Ausrichtung kann dir helfen, dich von der Masse abzuheben und deine einzigartige Stimme zu finden.
5. Sei dein größter Kritiker (aber auch dein bester Freund): Hinterfrage deine Arbeit konstruktiv, aber vergiss nicht, dich für deine Fortschritte zu loben. Der künstlerische Weg ist ein Marathon, kein Sprint.
Das Wichtigste auf einen Blick
Im Charakterdesign zählen Tiefe und Authentizität mehr als nur technische Perfektion. Gib deinen Figuren eine Seele, eine Geschichte und Motivation, die man spüren kann. Nutze digitale Werkzeuge als Erweiterung deiner Kreativität und optimiere deinen Workflow. Visualisiere Geschichten in jedem Pinselstrich und achte darauf, dass deine Designs eine emotionale Resonanz hervorrufen. Kenne die aktuellen Trends, aber finde deinen eigenen, unverwechselbaren Stil, der zur Zielgruppe und dem Medium passt. Dein Portfolio ist deine Visitenkarte – wähle deine besten Arbeiten sorgfältig aus und präsentiere sie professionell. Und in Prüfungen gilt: gutes Zeitmanagement und eine offene Haltung gegenüber konstruktiver Kritik sind der Schlüssel zum Erfolg.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) 📖
F: , die ich mir damals auch ständig gestellt habe.
A: us meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen: Es geht nicht mehr nur darum, perfekt zu zeichnen – das ist natürlich die Basis, klar! Aber was die Hochschulen hier in Deutschland wirklich sehen wollen, ist deine Persönlichkeit und wie du deine Ideen in lebendige Charaktere verwandelst.
Ich habe gemerkt, dass ein starkes Konzept und eine überzeugende Story hinter deinem Charakter oft mehr zählen als nur die makellose Linienführung. Stell dir vor, du erzählst eine Geschichte, noch bevor jemand ein Wort liest!
Wie alt ist dein Charakter? Welche Eigenheiten hat er? Was treibt ihn an?
Diese tiefere Ebene ist es, die hängenbleibt. Zeig, dass du nicht nur nach Vorlagen arbeitest, sondern eigene Welten erschaffen kannst. Ich persönlich habe immer versucht, ein kleines Stück von mir selbst in jeden Charakter zu legen, eine kleine Macke, einen besonderen Blick – das macht sie einzigartig und echt.
Und vergiss nicht, den gesamten Prozess zu zeigen: von den ersten Skizzen bis zum finalen Rendering. Das beweist nicht nur deine technische Fähigkeit, sondern auch deinen Problemlösungsansatz und deine Denkweise.
Das beeindruckt ungemein! Q2: Wie kann ich meinen persönlichen Stil in meine Prüfungsarbeiten integrieren, ohne dabei die hohen Erwartungen der deutschen Kunsthochschulen zu vernachlässigen?
A2: Das ist ein echter Spagat, oder? Aber keine Sorge, das ist absolut machbar und sogar erwünscht! Ich habe am Anfang auch geglaubt, ich müsste mich total anpassen, um reinzupassen.
Aber dann habe ich gemerkt: gerade mein eigener Stil, diese kleinen Eigenheiten, die meine Arbeiten unverwechselbar machen, waren meine größte Stärke!
Die Kunsthochschulen in Deutschland suchen nach kreativen Köpfen, die frische Perspektiven mitbringen. Sie wollen keine Kopien, sondern Originale, die eine klare Handschrift tragen.
Mein Tipp? Finde heraus, was dich wirklich begeistert, welche Themen dir am Herzen liegen und wie du sie am liebsten ausdrückst. Wenn du zum Beispiel eine Vorliebe für skurrile Kreaturen hast, dann lass sie auf deine Weise lebendig werden!
Wichtig ist dabei, dass du deinen Stil bewusst einsetzt und begründen kannst. Zeig, dass du die Grundlagen beherrschst und deinen Stil nicht als Ausrede für mangelndes Handwerk nutzt, sondern als bewusste künstlerische Entscheidung.
Es ist wie beim Kochen: Du kennst die Grundrezepte, aber deine besondere Gewürzmischung macht es zu DEINEM Gericht. Experimentiere mit verschiedenen Techniken und Materialien, sei mutig und zeig, wer du bist.
Wenn du mit Leidenschaft bei der Sache bist, springt dieser Funke auch auf die Prüfer über – versprochen! Q3: Welche digitalen Tools sind heutzutage für angehende Charakterdesigner unverzichtbar und wie kann ich sie am besten in mein Prüfungsportfolio einbinden?
A3: Oh, digitale Tools – da hat sich in den letzten Jahren so viel getan, es ist unglaublich spannend! Als ich angefangen habe, war das alles noch nicht so selbstverständlich, aber heute?
Absolut entscheidend! Meine Erfahrung ist, dass du nicht jedes Tool bis ins kleinste Detail beherrschen musst, aber ein solides Grundwissen in den gängigsten Programmen ist Gold wert.
Denk an Programme wie Adobe Photoshop oder Procreate für 2D-Zeichnungen und Malereien – das sind die Klassiker, die einfach sitzen müssen. Aber auch 3D-Software wie ZBrush oder Blender wird immer wichtiger, gerade um Charaktere aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, komplexe Formen zu entwickeln oder sogar erste Modellierungen für spätere Game-Assets zu zeigen.
Ich persönlich liebe es, wie man mit Blender schnell grobe Formen modellieren und dann in Photoshop drübermalen kann. Das spart so viel Zeit und gibt den Entwürfen eine ganz andere Tiefe!
Beim Einbinden ins Portfolio gilt: Zeig Vielfalt. Wenn du zum Beispiel einen Charakter entwirfst, zeig nicht nur das finale Rendering aus Photoshop, sondern vielleicht auch eine kleine 3D-Ansicht, eine Texturstudie oder sogar einen kurzen Prozess-Gif, der deine Schritte in Procreate zeigt.
Das signalisiert nicht nur technische Kompetenz, sondern auch deine Flexibilität und dein Verständnis für moderne Workflows. Die Prüfer sehen dann, dass du nicht nur mit Stift und Papier umgehen kannst, sondern auch digital voll auf der Höhe bist.
Das ist ein riesiger Pluspunkt!






